Nationalpark Apotheke

Heilpflanze des Monats Birke Inhaltsstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, ätherisches Öl, Vitamin C. Heilwirkung und Anwendung: • Zur Durchspülungstherapie der Harnwege bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen, auch verbunden mit krampfartigen Zuständen • Zur Vorbeugung von Harnsteinen, Harngrieß • Bei Rheuma und Gicht • Zur Entgiftung Heilpflanze des Monats Birke Inhaltsstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, ätherisches Öl, Vitamin C. Birkensaft enthält Invertzucker, organische Säuren, Salze, Eiweißstoffe und pflanzliche Wuchsstoffe. Birkenrinde enthält reichlich Betulin (Birkenkampfer), ein Phytosterin, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Harze und andere organische Substanzen. Der Birkenteer zeichnet sich durch den Gehalt an Phenolen aus. Pflanzenbeschreibung: Betula pendula ist die Hängebirke und Betula pubescens die Moorbirke. Die Hängebirke ist größer als die Moorbirke und bevorzugt trockene Standorte. Ihre Zweige hängen herab und sind in jungem Zustand mit warzigen Harzdrüsen besetzt. Auch sind die Blätter größer. Die Moorbirke hingegen besitzt behaarte junge Zweige (sie heißt deshalb auch Haarbirke), der Name Moorbirke weist auf den Standort hin; sie wächst in feuchten Wäldern, Mooren und Sümpfen lieber als auf trockenen Böden. Beide Arten werden arzneilich genutzt. Ernte und Aufbereitung: Zumeist werden die jungen Blätter in den Monaten Mai und Juni gesammelt und an der Luft getrocknet. Den Birkensaft gewinnt man im Frühjahr, wenn die Säfte aufsteigen, indem man die Rinde einschneidet und den ausfließenden Saft in Blechbehältern auffängt. Eine andere Saftgewinnungsmethode ist das Anbohren: Mit einem etwa 1 cm dicken Bohrer bohrt man 5 cm tiefe Löcher in den Stamm, setzt in das Bohrloch sofort ein Röhrchen ein und hängt das Auffanggefäß daran. Aus einem Bohrloch fließt dann etwa 10 Tage lang der Birkensaft in einer Tagesmenge von 1 bis 5 Litern, was von der Witterung und auch der Temperatur abhängig ist. Der so gewonnene süßliche Stammsaft ist mineralreich und eignet sich frisch insbesondere als Baumsaft-Mineraldrink. Er kann auch köchelnd zu Sirup ein reduziert und dieser dann weiterverarbeitet werden zu Birkenwein und –essig. Wichtig: Übermäßige Rindenverletzungen können dem Baum erheblichen Schaden zufügen! Deshalb bitte nur eingeschränkt und in Absprache mit dem Baumbesitzer durchführen. Den Birkenteer gewinnt man durch die sogenannte trockene Destillation aus den Zweigen und der Stammrinde. Die Birkenrinde, die hauptsächlich der Teergewinnung dient, wird im Frühjahr vom Stamm oder von älteren Zweigen und Ästen geschält und anschließend getrocknet. Heilwirkung und Anwendung: Birkenblätter-Tee ist einer der besten Tees zur Wasserausscheidung. Er reizt die Niere nicht, sorgt aber dennoch für vermehrte Harnbildung. Sein Einsatz zur Durchspülungstherapie der Harnwege bei bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen, auch verbunden mit krampfartigen Zuständen, ist allgemein beliebt. Ob und in welchem Ausmaß durch Birkenblättertee eine Ausscheidung von Salzen (besonders der harnsauren Salze) möglich ist, darüber sind die Wissenschaftler noch unterschiedlicher Meinung. Es mehren sich jedoch die Ansichten, dass durch kurmäßige Anwendung von Birkenblättertee der Harnsäurespiegel im Körper verringert werden kann. Birken-Tee leitet außer Wasser, Unreinheiten im Körper über das Blut aus. Auch den Haarwuchs fördern die Blätter und das Birkenwasser und helfen gegen Schuppen und fettes Haar. Die Birke hilft auch bei Rheuma und Gicht und d. h. bei Entzündungen im Körper. Frühzeitige Anwendungen mit der Hängebirke können dazu führen, dass es erst gar nicht zu Entzündungen im Körper kommen muss. Achtung! Bei Wasseransammlungen (Ödeme) infolge eingeschränkte Herz- und Nierentätigkeit nicht anwenden! Teezubereitung: 2 gehäufte Teelöffel Birkenblätter werden mit 1/4l kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Der Tee soll mäßig warm getrunken werden. 3 Tassen pro Tag sind die richtige Dosierung. Birkenwasser: 1 Hand voll Brennnesselblätter, ¼ l Birkensaft und ½ l hochprozentiger Rum werden vermischt und zugedeckt 10 Tage an einem warmen Ort gestellt. Man kann zusätzlich etwa 100g Klettenwurzel dazugeben. Ab filtern und täglich in die Kopfhaut einmassieren. Wenn man im Winter keinen frischen Birkensaft zur Verfügung hat, dann nimmt man statt des Birkensaftes einfach 1 Hand voll getrocknete Blätter und 1 Hand voll getrocknete Rinde. Alles soll gut mit Alkohol bedeckt sein. Verwendung in der Ernährung: Die Hänge-Birke ist ein wichtiger, milder Speiselaubbaum, der sich für Salate, Gemüse und Getränke eignet. Der Geschmack der Blätter ist matt-neutral, der Stammsaft schmeckt wässrig-süß und die Blüten mehlartig-streng. Nutzt man das zarte hellgrüne Frühjahrs-Laub, sollten die Stiele noch so weich sein, dass sie mit den Fingern zerrieben werden können. Die faserarmen und eiweißreichen Blätter schmecken in Salaten und können auch als Sauerkraut eingelegt werden. Sie eignen sich als Beigabe in Bratlingen und Hausbrotmischungen, sowie Knäckebrot. Fein vermahlen geben sie in Vollkornbrotteig eingearbeitet einen feinen Geschmack ab. Klein gehackt verarbeitet man sie in Kräutermischungen, Rührei, Omelett und Saucen. Auch für Saft- und Vitalgetränke sind sie empfehlenswert. Die zarte, innensitzende Rindenschicht unter der weiß-schwarzen Borke kann vor allem von März bis Mai als Streckmehl für Gebäck und als Brotteigbeigabe zu Hausbrot oder Knäckebrot genutzt werden. Früher diente sie