Aromatherapie

 

  Die Aromatherapie ist eine alternative Heilmethode, die mit Hilfe von ätherischen Ölen den Patienten positiv beeinflusst.
Dazu zählen die Raumbeduftung, Massage, Einreibungen, Bäder, Inhalationen und kosmetische Produkte zur Hautpflege.

Hierbei muss nicht immer ein pathogener Effekt vorhanden sein, denn oft werden ätherische Öle als Entspannungsmittel angesehen.
Allerdings sind die heilende Wirkung z.B. bei Erkältungskrankheiten oder die spasmolytische Wirkung schon sehr lange in der Pharmazie bekannt.

Bei dieser Therapieform verwendet man die Duftstoffe der Pflanzen: die ätherischen Öle. Diese sind in kleinste Öltröpfchen in Wurzeln, Blätter oder Blüten vorhanden und werden durch verschiedenste Gewinnungsverfahren aus dem entsprechenden Pflanzenteil herausgefiltert.
Ätherische Öle sind flüchtige, hochprozentige Konzentrate und bestehen aus einer Vielzahl chemischer Verbindungen.

Ihre Wirkung ist sehr stark, deswegen sollten sie nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden, da es zu starken Haut- und Schleimhautreizungen kommen kann.
Vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern ist Vorsicht geboten!
Auch in Schwangerschaft und Stillzeit gilt es mit manchen Ölen vorsichtig umzugehen.

Im Allgemeinen werden ätherische Öle in Gruppen eingeteilt:

1.) Zitrusdüfte: Bergamotte, Blutorange, Citronella, Eisenkraut, Grapefruit, Lemongrass, Limette, Mandarine, Melisse, Orange, Zitrone, … etc.
Diese Gruppe ist sehr duftintensiv und der Duft wird als erfrischend, fruchtig und süß empfunden. Sie eignen sich sehr gut zur Konzentrationsförderung (Zitrone, Grapefruit) als Lern- und Arbeitsunterstützung aber auch zur Harmonisierung und Beruhigung.In der Raumbeduftung werden max. 5-10 Tropfen benötigt, allerdings verdampfen sie relativ schnell. Zitrusdüfte sollten nicht zu lange gelagert werden, da sich bei gealterten Öle hautreizende Stoffe durch Sauerstoffeinwirkung bilden können.

2.) Blütendüfte: Iris, Jasmin, Lavendel, Magnolie, Mimose, Neroli, Rose, Rosengeranie, Ylang Ylang, … etc.
Teilweise sehr intensiv blumig duftende Öle. Ihr Wirkungsspektrum umfasst stimmungsaufhellend, ausgleichend, harmonisierend, entspannend bis stark beruhigend. In der Aromalampe sind bei dieser Gruppe 1-2 Tropfen ausreichend, da sie sofort einen intensiven Duft entfalten, der einige Stunden anhält. Die ätherischen Öle der Blüten werden bevorzugt in der Hautpflege verwendet.

3.) Dufthölzer: Fichte, Kiefer, Myrrhe, Rosenholz, Sandelholz, Tanne, Wacholder, Weihrauch, Zeder, Zypresse, Zimt, … etc.
Nadelbaumgehölze und Dufthölzer werden meist als Basisnoten verwendet. Gerne werden sie mit Zitrusdüften kombiniert um unangenehmen Raumgeruch zu vertreiben. Ihr Duft ist harzig, frisch aber auch exotisch und herb. Fichte, Kiefer und Tanne werden gern in Erkältungsmischungen verwendet. Weiters haben diese Düfte eine stabilisierende, erdende und festigende Wirkung. In der Raumbeduftung verwendet man 3-6 Tropfen.

4.) Heilpflanzen:
Die Gruppe der „medizinischen Düfte“ umfasst eine Vielzahl an verschiedenen Pflanzen und auch Düfte aus den oben genannten Gruppen.
Sehr gut geeignet bei Erkältungskrankheiten (z.B. Angelikawurzel, Eukalyptus, Rosmarin, Salbei, Thymian) und in blähungstreibenden Mischungen (Anis, Fenchel, Kümmel).
Antibakterielle Wirkung haben Nelke, Oregano und Zimtrinde.

Zwei Anwendungsbeispiele:

Zur Raumbeduftung in der Duftlampe, Vernebler etc.
Die Dosis ist je nach Duftintensität unterschiedlich. „Je intensiver der Duft, desto weniger Tropfen“.
Grundsätzlich verwendet man bei Zitrusdüften 5-10 Tropfen, bei den blumigen Düften sind 1-2 Tropfen völlig ausreichend und bei den Dufthölzern 3-6 Tropfen.

In Bädern
Hierbei gilt zu beachten, dass ätherische Öle nicht wasserlöslich sind. Deshalb benötigt man einen Emulgator, der eine Verbindung zwischen Fett- und Wasserphase herstellt und somit eine Vermischung der beiden Phasen ermöglicht.
Hierfür eignen sich 1-3 TL fettes Basisöl, Milch, Honig, flüssige Seifen oder Badesalz vermischt mit ca. 10-20 Tropfen ätherisches Öl.
Auch hier gilt: ätherische Öle sind hochkonzentriert und vor allem bei Kontakt mit der Haut können Hautreizungen entstehen.
Die Badezeit beträgt max. 10-15 Minuten. Nach dem Baden ist es empfehlenswert zu ruhen.